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Provenienzforschung

Provenienzforschung

Provenienzforschung beschäftigt sich mit der Herkunft von Objekten. Woher kommt es? Wem haben die Dinge gehört bevor sie in den Besitz eines Museums, einer Bibliothek oder eines Archivs gelangten? Ziel ist es, alle Vorbesitzenden zu ermitteln.

Im Zuge des europäischen Kolonialismus gelangten sowohl aus ehemaligen deutschen Kolonialgebieten als auch aus anderen Teilen der Welt Objekte in museale Sammlungen. In der NS-Zeit wurde die jüdische Bevölkerung enteignet, und ihr Besitz gelangte über den Kunsthandel, NS-Institutionen und Privatleute in die verschiedenen Sammlungen. In allen Fällen bedarf es der Erforschung und Klärung des Erwerbs dieser Sammlungsobjekte und seiner historischen Hintergründe.

In enger Abstimmung mit der Zentralen Stelle für Provenienzforschung in Hessen hat es sich der Hessische Museumsverband zur Aufgabe gemacht, die Provenienzforschung an den hessischen Museen auszubauen und nachhaltig zu etablieren.

Der Hessische Museumsverband plant die Einrichtung eines Erst-Check-Modells, das gerade kleineren Museen Anhaltspunkte für einen Einstieg in die Thematik eröffnen soll.

Gern beraten wir Sie in allen Fragen zur Provenienzforschung und unterstützen Sie bei der Recherche in Ihren Beständen.

 

Umfrage zur Herkunft von Objekten aus außereuropäischen Kontexten in hessischen Museen und Sammlungen

Der Hessische Museumsverband führte vom 4. Mai bis zum 15. Juni 2021 eine Online-Umfrage zur Provenienzforschung und zur Herkunft von Objekten aus außereuropäischen Kontexten in den hessischen Museen und Sammlungen durch.

Die Umfrage hilft uns, den Ist-Stand, aber auch Ihre Bedürfnisse kennenzulernen, unsere Angebote daran zu orientieren und um notwendige Unterstützung im politischen Raum zu werben.

Aktuell läuft die Auswertung der Umfrage. Die Ergebnisse werden wir in den kommenden "Mitteilungen" kommunizieren und in unsere Angebote einfließen lassen.

Ansprechpartnerin: Dr. Saskia Johann

 

Förderung von Provenienzforschungsvorhaben

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg stellt Fördermittel für Forschungsprojekte zur Provenienzforschung im Bereich "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut" (NS-Raubgut) sowie im Förderbereich „Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ zur Verfügung.
Die nächste Antragsfrist für eine langfristige Förderung endet am 1. Januar 2022.

Ein Antrag für kurzfristigen Forschungsbedarf kann jederzeit eingereicht werden.

Die Antragsformulare und alle wichtigen Informationen zur Förderung finden Sie hier:

https://www.kulturgutverluste.de/Webs/DE/Forschungsfoerderung/Projektfoerderung-Bereich-Kulturgut-aus-kolonialem-Kontext/Index.html

https://www.kulturgutverluste.de/Webs/DE/Forschungsfoerderung/Projektfoerderung-Bereich-NS-Raubgut/oeffentliche-Institutionen/Index.html

 

Weitere Informationen:

 
 
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